Januar 2026

Sarah Maria Sander. Weil sich die jüdische Schauspielerin und Journalistin in ihrer Berichterstattung für Israel stark macht, soll sie aus der Produktion des Films „Die Todessehnsucht der Maria Ohm“ geflogen sein. Laut Sander war ihr per Vertrag zugesichert worden, dass sie eine Hauptrolle bekommt: „Der Film basiert größtenteils auf meinem autobiografischen Stoff, ich habe das Drehbuch mitgeschrieben und sollte in der Rolle der Maria Ohm ein zentraler Teil des Projekts sein. Die Zusicherung war Geschäftsgrundlage.“ Ihr sei zum Verhängnis geworden, dass sie im August 2025 auf den offenen Brief von 200 Filmschaffenden an Kanzler Friedrich Merz reagiert habe, die einen Waffenlieferungsstopp an Israel gefordert hatten. Sander warf den Künstlern in einem YouTube-Video Heuchelei vor, „weil es gerade im Trend ist, gegen Israel zu sein“. Wörtlich sagte sie: „Eure politische Haltung, euer Aktivismus ist nichts, es ist eine Show. Es ist Gratismut ohne Risiko, ohne Haltung.“ Einen Monat später habe ihr Co-Autor Rainer Begoihn (37, ebenfalls Hauptdarsteller) in einem Telefongespräch erklärt, ihr Engagement schade dem Projekt. Festivals könnten den Film mit ihr nicht annehmen. Die Regisseurin Silvana Santamaria schreibt in einer E-Mail: „Liebe Sarah, (…) mehrere Schauspieler*innen und Agenturen haben uns gegenüber klar formuliert, dass sie eine Zusammenarbeit ablehnen. Dies wurde unter anderem mit öffentlichen Äußerungen begründet, die ihnen bekannt geworden sind (…) Diese Rückmeldungen und deine eingeschränkte Verfügbarkeit im Januar haben zu der Entscheidung geführt, dass eine Umsetzung des Projekts mit dir als Hauptdarstellerin in der aktuellen Konstellation nicht möglich ist.“ Quelle: BILD

Lars Winkelsdorf. Der Journalist und Waffenexperte muss eine ausgesprochen rabiate Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen. Der Vorwurf lautet auf Verdacht des illegalen Waffenbesitzes. Die im Durchsuchungsbeschluss genannte Waffe befindet sich jedoch nicht nur nicht in Winkelsdorfs Besitz, sondern wurde bereits 2015 durch das BKA vernichtet, nachdem Winkelsdorf sie freiwillig abgegeben hatte. Winkelsdorf selbst sagt, er solle eingeschüchtert werden, weil er sich sehr kritisch mit den Hamburger Behörden und dem Innensenator Andy Grote auseinandergesetzt habe. Quelle: Cicero, X-Post von Winkelsdorf

Carsten Propp. Der AfD-Politiker sollte in Oppenheim bei einer Podiumsdiskussion mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, ebenso wie Vertreter aller anderen Parteien vor der Landtagswahl. Doch die Organisatoren der Diskussionsrunde „Jugend trifft Politik“ sagen Propp ab – unter Berufung auf eine »Interpretationshilfe«, die aus dem Grünen-geführten Familienministerium stammt. Quelle: NiUS

Bianca Witzschel. Die Ärztin war bekannt geworden, weil sie sich wegen des Ausstellens von Attesten vor Gericht verantworten musste. Sie hatte während der Zeit der politischen Coronamaßnahmen Atteste ausgestellt, die Patienten von der Pflicht, eine Maske zu tragen, befreiten. Dafür ist sie vom Landgericht Dresden zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revision. Eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht ist aktuell noch anhängig. Dennoch wurde die Ärztin nun zum Haftantritt aufgefordert. Quelle: Achgut

Helena Gebhard. Die NIUS Journalistin akkreditierte sich für den 50. Deutschen Filmball im Hotel Bayerischer Hof in München. Sie füllte also das offizielle Akkreditierungsformular für die Veranstaltung aus und bekam eine gute Woche später von der zuständigen Agentur die Akkreditierung. Das Portal NIUS dokumentiert die Zusage mit einem Screenshot. Eine Woche später wird die erteilte Akkreditierung zurückgezogen. Die vorgeschobene Begründung lautete, es hätten sich zu viele Journalisten für die Veranstaltung interessiert. Sogar die von NIUS geltend gemachten Kosten werden übernommen, um Vertreter des Portals von der Veranstaltung fernzuhalten. Quelle: Achgut

Michael Stürzenberger. Auf Anweisung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner werden sieben Mitarbeiter von AfD-Abgeordneten ihre Hausausweise für den Bundestag verlieren. Dazu gehört auch Michael Stürzenberger, Mitarbeiter des bayerischen AfD-Bundestagsabgeordneten Erhard Brucker  und ein bis heute von seinen Verletzungen gezeichnetes Anschlagsopfer von Mannheim. Ein Mann, der einen gegen ihn gerichteten islamistischen Mordversuch nur knapp überlebt hat, soll Kritikern der Entscheidung von Klöckner zufolge nun politisch und finanziell abgestraft werden. Quelle: Achgut

Bitte unterstützen Sie cancelculture.de mit einer SPENDE!

Nikolai Binner. Wer aktuell ein Ticket für einen Auftritt des Comedian kauft, erfährt zuweilen nur den Ort, nicht jedoch die Location. In einem Video auf YouTube erklärt der Künstler, warum das so ist. Die Betreiber von Locations werden zum Teil unter Druck gesetzt und knicken dann aus Angst ein. Darum erfährt man erst kurz vor der Veranstaltung per Mail, wohin es geht. Quelle: Achgut

Sebastian Weber. Der Youtuber (Weichreite TV) wird in Leipzig Opfer einer Spuckattacke. Zudem wird sein Fahrzeug beschädigt. Als er von seinen Dreharbeiten rund ums Demogeschehen pro- und antiisraelischer linker Gruppen zurückkommt, muss er feststellen, dass Unbekannte in der Zwischenzeit seinen geparkten Kombi stark beschädigt haben. Die Autoscheiben waren eingeschlagen und alle Reifen zerstochen. Quelle: Achgut

Thorge Koehler. Unbekannte werfen mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen das Wohnhaus des Leiters des Bremer Verfassungsschutzes. Zudem werden bei einem Auto die Scheiben eingeschlagen und die Reifen zerstochen. Das Fahrzeug gehörte jedoch einer Nachbarsfamilie. Linksextremisten veröffentlichen im Internet ein Bekennerschreiben. Quelle: NiUS

Tino Chrupalla. Der Fußball-Bundesligist RB Leipzig storniert kurz vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern München zwölf VIP-Tickets, die für den AfD-Bundesvorsitzenden und eine Gruppe von Geschäftsfreunden aus Sachsen bestimmt waren. Quelle: NiUS

Philipp Peyman Engel. Ägypten verbietet das gemeinsame Buch von Peyman Engel, dem Chefredakteur der Jüdischen Allgemeine, und Hamed Abdel-Samad. Es sollte unter dem Titel „Gespräche mit meinem jüdischen Freund über Gaza, Israel und den neuen Nahen Osten“ erscheinen. Kurz bevor es auf der Buchmesse Kairo vorgestellt werden konnte, setzen es die ägyptischen Behörden auf den Index. Die Autoren lassen sich nicht einschüchtern und stellen es jedem arabischen Leser kostenlos als pdf zur Verfügung. Die Nachfrage aus der arabischsprachigen Welt ist nach dem Verbot überwältigend. Quelle: X-Post

Hinterlasse einen Kommentar