März 2026

Noam Chomsky. Der Unrast-Verlag nimmt den berühmten Linguisten und Intellektuellen wegen seiner Epstein Kontakte aus dem Programm. Der Autor sei „nicht mehr tragbar“, heißt es beim deutschen Verlag, bei dem mehrere Schriften des Linguisten und Polit-Kommentators erschienen sind. Chomsky zählte lange zu den führenden linken Denkern: Ununterbrochen prangerte der Intellektuelle die Exzesse des US-Imperialismus in der Welt an. Quelle: Weltwoche

Felix Teichner. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin prüft die Einleitung von Ermittlungen wegen eines AfD-Plakats des AfD-Landratskandidaten im Landkreis Uckermark, das einen angeblichen Bezug zum Nationalsozialismus haben soll. Auf dem Plakat ist zum einen Teichner selbst abgebildet. Neben ihm steht die amtierende Landrätin Karina Dörk von der CDU, die ihre Hände zu einer Merkel-Raute zusammengetan hat – das Bild soll mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt worden sein. Der Slogan lautet: „Veränderung statt ‚weiter so‘“. Doch angeprangert wird nun, dass Dörk, die vor einem rosa Hintergrund steht, so eingerahmt wird, dass so etwas wie ein rosa Dreieck entsteht. Nun wird Teichner vorgeworfen, er habe dadurch ein NS-Symbol verwendet – ein rosa Dreieck wurde während der Zeit des Nationalsozialismus zur Kennzeichnung homosexueller Häftlinge in Konzentrationslagern verwendet. Quelle: Apollo News

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Liv Heide. Eine Frau, die im Internet eine Dating Plattform für Weiße (WhiteDate.net) betrieb, nannte zwar im Impressum der Seite ihren richtigen Namen, trat ansonsten online aber unter dem Pseudonym „Liv Heide“ auf. Eine vollkommen unbeteiligte Frau, die tatsächlich Liv Heide heißt, wurde deswegen vom Verfassungsschutz bei ihrem Arbeitgeber, der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, angeschwärzt, worauf dieser sie entließ. Heide klagte dagegen, der Verfassungsschutz gab seine Fehler zu, ihren Job bekam sie dennoch nicht zurück. Quelle: Eugyppius

Jan Fleischhauer. Weil er in einem Podcast ironisch gefragt hatte: »Wie heißt die AfD-Jugend jetzt eigentlich? ›Generation Hoffnung‹ oder ›Generation Deutschland erwache‹?«, wirft die Staatsanwaltschaft dem Focus-Kolumnisten das »Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen« (§86a StGB) vor. Quelle: PEN Berlin

Buchladen zur schwankenden Weltkugel in Berlin, Buchhandlung „Rote Straße“ in Göttingen und „Golden Shop“ in Bremen bekommenkeine Förderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms „Buchhandlungspreis“, da sie der Kulturstaatsminister von der (langen) Preisträgerliste streichen ließ, weil der Verfassungsschutz ihn informiert hatte, dass gegen sie „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ vorlägen. Die Buchläden haben Schwerpunkte im linken politischen Spektrum. (Bewerber aus dem rechten Spektrum sind sehr wahrscheinlich schon durch die Jury verlässlich aussortiert worden) Quelle: Deutschlandfunk Kultur

Möbel Höffner. SPD-Politiker Kevin Hönicke ruft zum Boykott gegen das Möbelhaus „Höffner“ auf, weil offenbar eine Spende des Unternehmens an die AfD geflossen ist. Quelle: Welt TV

Alice Schwarzer. Die Lesung der Feministin im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg wird mehrfach von Protesten gestört. Schon vor Beginn der Lesung protestieren vor dem Schauspielhaus mehr als 100 Menschen lautstark gegen die Veranstaltung protestiert und Banner gehalten. Zuvor hatten sie in einem offenen Brief dagegen protestiert. Man ist erzürnt, weil die Feministin Frauenrechte verteidigt und Männer nicht als Frauen akzeptiert. Quelle: FAZ

Rainer Zitelmann. Bei der Staatsanwaltschaft Berlin läuft ein Verfahren gegen den Historiker Dr. Dr. Rainer Zitelmann (68). Er hatte auf „X“ eine Fotomontage geteilt, die Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) mit Adolf Hitler vergleicht. Zu sehen ist Hitler mit Sprechblase: „Gebt mir die Tschechoslowakei und ich attackiere niemanden mehr.“ Putin sagt auf dem Bild daneben dasselbe über die Ukraine. Weil Hitler darauf eine Hakenkreuz-Binde trägt, sehen die Staatsanwälte Paragraf 86a StGB erfüllt – „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“. Quelle: BILD

DJ Phonatic. Der Berliner Künstler und Sozialwissenschaftler berichtet auf Instagram, dass sein Auftritt in einer Berliner Bar abgesagt worden sei, nachdem Aktivisten ihn als „Zionisten“ gebrandmarkt hätten. Eine neue Bar in Kreuzberg hatte ihn für einen Abend gebucht, als plötzlich einen Tag vor seinem geplanten Auftritt die Absage per WhatsApp-Nachricht kam. Das berichtet der DJ auf Instagram. Begründung: Die Bar sei kontaktiert worden mit der Beschwerde, warum dort ein „Zionist“ spielen dürfe. Die Bar bestätigt den Vorfall, erklärt aber gegenüber BILD, die Absage sei „das Ergebnis missglückter Kommunikation, kurzfristiger Abläufe und interner Unaufmerksamkeit“. Am nächsten Tag spielte an seiner Stelle ein DJ mit deutlich sichtbarer pro-palästinensischer Gesinnung. Laut DJ Phonatic handelt es sich nicht um einen Einzelfall in der Club-Szene. „Ich bin da bei weitem nicht alleine betroffen“, sagt er BILD. Quelle: BILD

Michael Tobollik. Die Fassade des Mehrfamilienhauses in der Aachener Innenstadt, in dem der Fraktionsvorsitzende der AfD in Aachen wohnt, wird großflächig besprüht, unter anderem mit beleidigenden Schriftzügen („Nazi-Sau“) und Antifa-Symbolen.

Philipp Peyman Engel. Die Jüdische Allgemeine erhält eine Rüge des Deutschen Presserats wegen eines Kommentars ihres Chefredakteurs vom 12.08.2025 über die Tötung des palästinensischen Al-Jazeera-Journalisten Anas Al-Sharif durch die israelische Armee mit der Überschrift Terrorist mit Presse-Weste”, in dem es darum geht, dass Al-Sharif Mitglied der Terrororganisation Hamas war und unter anderem mit folgenden Worten von dem Massaker am 7. Oktober berichtet hat: „Neun Stunden, und die Helden streifen immer noch durch das Land, töten und nehmen Gefangene … Gott, Gott, wie großartig ihr seid“. Peyman Engel kritisierte auch die Bundesregierung und andere Medien, die behaupten, Israel habe ohne Grund einen unschuldigen Journalisten getötet: „Der Fall Anas al-Sharif steht pars pro toto für die falsche Berichterstattung vieler deutscher Medien und die fahrlässig falschen Aussagen der Bundesregierung zum Krieg in Gaza.“ Quelle: Sarah Maria Sander

Gregor Gysi. Dem früheren Fraktionschef der Linkspartei, Gregor Gysi, werfen 180 Mitglieder der Partei „strukturellen Rassismus“ vor. Gysi verankere diesen in der Partei und müsse sich entschuldigen. Der Alterspräsident des Deutschen Bundestages wird dazu aufgefordert, „zeitnah“ an „einer antirassistischen Weiterbildung“ teilzunehmen. Ferner wird von Gysi verlangt, er solle sich öffentlich „bei den migrantischen und jungen Mitgliedern unserer Partei“ für die durch eine von ihm getätigte Äußerung „entstandene Verletzung“ entschuldigen. Hintergrund des Streites ist, dass sich Gysi jüngst in einem Focus-Interview kritisch zum Antisemitismus-Problem in der Linken positioniert hatte. Quelle: Achgut

Hüseyin Dogru. Nachdem der seit Mai 2025 von der EU als „Desinformationsakteur“ sanktionierte Journalist bereits selbst weitgehend vom Zahlungsverkehr abgeschnitten ist, hat die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung (ZfS) nun auch die Konten seiner Ehefrau „sichergestellt“. Die Behörde, die zur Generalzolldirektion gehört, vertritt nach einer der Berliner Zeitung vorliegenden Anordnung die Auffassung, dass die Konten der Frau zur Umgehung der gegen Doğru verhängten Sanktionen genutzt worden seien. Die Europäische Union begründet dies damit, dass Doğru mit seiner propalästinensischen journalistischen Arbeit „ethnische, politische und religiöse Zwietracht“ schüre und damit „destabilisierende Aktivitäten Russlands“ unterstütze. Dogru selbst schreibt in seiner Twitter-Bio „Proudly sanctioned by the EU for exposing their complicity in a genocide.” Quelle: Berliner Zeitung

Dieter S. Der Berliner Rentner hat auf Instagram einen Beitrag des BR-Rundfunkrats Hamado Dipama kritisch kommentiert. Jetzt bekam er Post von der Polizei: Er gilt als Beschuldigter eines Strafverfahrens wegen Beleidigung. Der 74-jährige Rentner wird darin informiert, dass gegen ihn wegen des Verdachts der Beleidigung gemäß § 185 StGB ermittelt wird. Die Polizei schreibt: „Sie werden beschuldigt, folgende Straftat begangen zu haben: Sie kommentierten auf Instagram unter dem Usernamen ,reiteidnomis‘ den Beitrag von Herrn Dipama mit den Worten: ,Armselig, arrogant und einseitig. Das sind Sie, Herr Dipama.‘ Dies stellt gemäß § 185 StGB den Tatbestand der Beleidigung dar.“ Quelle: Apollo News

Apollo News. Hamado Dipama sitzt im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks. Er bejubelte, dass der NDR die Moderatorin Julia Ruhs absetzte. Nachdem Apollo News darüber kritisch berichtete, stellte Dipama Strafanzeige. Nun ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft. Es richtet sich gegen Unbekannt, zielt aber auf den Autor des Textes. Denn die Kriminalpolizei München wollte die Personalien des Autors in Erfahrung bringen. Er schreibt unter einem Pseudonym. Was genau Hamado Dipama an dem Artikel auszusetzen hat, teilte uns die Staatsanwaltschaft München I trotz mehrmaliger Nachfragen nicht mit. Quelle: Apollo News

Achgut. Das Bundeskriminalamt, Abteilung Staatsschutz, und das Landeskriminalamt Bayern und mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft Augsburg ermitteln gegen Achgut.com in einer geradezu kafkaesken Angelegenheit. Es geht um einen knapp zwei Jahre alten Artikel. Darin weist der Autor Ansgar Neuhof anhand historischer Belege nach, dass auch Sozialdemokraten in der Weimarer Republik die Parole „Alles für Deutschland“ verwendeten. Der deswegen gegen Achgut erhobene Vorwurf: „Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen“ (Paragraph 86 a StGB). Das Strafmaß für Verstöße beträgt bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe. Der Beitrag beschreibt eine historische Wahrheit. Achgut bedient sich dabei des Rückgriffs auf einen historischen Zeitungsartikel und zeigt als Titelbild einen Ausschnitt aus der Ausgabe der SPD-nahen Zeitung „Das Reichsbanner“ vom 26.12.1931. Die Überschrift des historischen Artikels ist ein Zitat von Karl Höltermann (SPD), der die Parole des Reichsbanners wiedergibt, die da lautet: „Nichts für uns, alles für Deutschland.“ Grund für die Verfolgung von Achgut ist augenscheinlich die Annahme, dass es sich bei der veröffentlichten sozialdemokratischen Losung „Nichts für uns, alles für Deutschland“ um eine verbotene Losung im Sinne des § 86a StGB handeln soll. Quelle: Achgut

Matthias Kreiß. Der bayrische Bio-Landwirt gibt bekannt, dass er für die AfD als Bürgermeister kandidieren will. Bioland kündigt daraufhin kurzfristig den Erzeugervertrag. Er darf das Biland Label nicht mehr verwenden und hat dadurch erhebliche wirtschaftliche Einbußen. Der Verband verweigert selbst einfachen Parteimitgliedern ohne jede Funktion die Aufnahme. Quelle: Achgut

Yann Song Kinn. Der Dresdner Liedermacher muss einen Auftritt in Hamburg absagen.„Das Hamburg-Konzert am Freitag muss leider ausfallen. Der Raumvermieter wurde von ‚Hinweisgebern‘ darüber informiert, dass ich mit AfD-Kontaktschuld beladen bin und kündigte daraufhin dem NachDenkSeiten-Gesprächskreis den Raum“, teilt er auf seinem Telegram-Kanal mit. Quelle: Achgut

Michael Maurer. Der Kandidat für das Bürgermeisteramt im oberbayerischen Rott am Inn wird an einem Infostand angegriffen und verletzt. Die örtliche Polizei ermittelt nun gegen drei Verdächtige in Alter von 18 und 19 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Die mutmaßlichen Täter sollen laut Polizei einer „linken Gruppierung“ angehören. Quelle: Achgut

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