Herbert Grönemeyer. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen Herbert Grönemeyer wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Anlass ist eine Äußerung des Sängers bei einem Konzert im Februar in Dortmund. Dort hat Grönemeyer im Februar von „rechten Ratten und rechten Rassisten“ gesprochen. „Fakt ist, wir sind eine stabile bürgerliche Gemeinschaft. Solidarisch, fest, klar und eindeutig. Und wir stehen zusammen, bis sie wieder in ihren Löchern verschwinden, wo sie herkommen“, sagte der Sänger damals. Quelle: NIUS
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Martina Müller. Die AfD-Politikerin verliert wegen ihrer Kandidatur bei der anstehenden Kommunalwahl ihren Job. Müller hatte die Kündigung über die sozialen Medien der AfD selbst bekannt gemacht. Sie habe zuvor eine Abmahnung erhalten. Außerdem habe ihr Arbeitgeber sie aufgefordert, schriftlich von der Kandidatur zurückzutreten, sagte sie. Die Mission:Lebenshaus gGmbH erklärte in einer Stellungnahme, die aktive Kandidatur für eine Organisation, die vom niedersächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werde, stehe in einem „schwerwiegenden Spannungsverhältnis“ zu den Grundwerten und zum Auftrag von Kirche und Diakonie. Quelle: WELT
Marlene P. Rund dreißig Jahre hat sich Marlene P. in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wardenburg engagiert. Die 69-Jährige leitete als Prädikantin Gottesdienste, gehörte der Kreissynode an und stand dem Förderverein der Matthäuskirche Hundsmühlen vor. Dann kandidierte ihr Lebensgefährte Christian W. für die AfD zum Gemeinderat. Marlene P. ist nach eigener Aussage weder AfD-Mitglied noch für die Partei tätig. Dennoch habe nach Bekanntwerden der Kandidatur ihres Partners Ende Mai die Ausgrenzung begonnen. Die übrigen Vorstandsmitglieder des Fördervereins hätten mit geschlossenem Rücktritt gedroht, falls sie Vorsitzende bleibe. Sie gab das Amt auf. Quelle: Achgut
Ludwig-von-Mises-Institut Deutschland (MID). Das nach dem liberalen österreichischen Ökonomen und Staatsphilosophen Ludwig von Mises benannte Institut darf seine jährlichen Konferenzen künftig nicht mehr im Bayerischen Hof in München abhalten. Das Management des Fünf-Sterne-Luxushotels begründet seine Entscheidung damit, dass die öffentlichen Äußerungen von Vertretern des Mises-Instituts nicht mit den Werten der „Weltoffenheit, Toleranz, Vielfalt sowie den Grundwerten einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft“ vereinbar seien, für die der Bayerische Hof stehe. Hintergrund der Entscheidung des Hotels war ein Bericht des Münchner Lokalblatts Abendzeitung. Darin wirft die Zeitung dem Institut vor, unter dem Deckmantel wissenschaftlicher Expertise den Staat und die Demokratie infrage zu stellen. Mit dieser Haltung weise das Mises-Institut, das bis vor wenigen Jahren von dem 2021 verstorbenen Milliardär August von Finck junior finanziert wurde, eine gefährliche Nähe zur AfD und zum Rechtsextremismus auf. Quelle. Rainer Zitelmann auf X
Musikbrauerei. Die Berliner Clubcommission schließt mit der Musikbrauerei zum ersten Mal in mehr als 25 Jahren ein Mitglied aus. Fast 19 Jahre war die Musikbrauerei Mitglied des Interessenverbands. Nach einem jahrelangen Streit kam der Bruch. Am 13. August erhielt der Anwalt des Betreibers Jens Reule Dantas ein Schreiben der Clubcommission, in dem der Ausschluss seines Mandanten mitgeteilt wurde. Der Vorwurf: Reule Dantas habe seine Räume wiederholt Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, die Verbindungen zur rechtsextremen und verschwörungsideologischen Szene aufweisen. Wie kam es dazu? Quelle: Berliner Zeitung
Heidrun Wulff bot älteren Menschen ihre Hilfe an, wenn der Computer streikte oder das Smartphone rätselhafte Dinge tat. Seit dem vergangenen Herbst gehörte die 66-Jährige zum Team der PC- und Smartphone-Schnellhilfe des Senioren- und Behindertenbeirats in der Stadt Achim in Niedersachsen. Nachdem bekannt geworden war, dass Wulff für die AfD kandidierte, wurde sie zum Gespräch gebeten. Eine Sprecherin habe ihr erklärt, die Kandidatur sei mit den Werten des Beirats nicht vereinbar. Nun gehört sie nicht mehr zum Team. Quelle: Achgut
Paul Traxl. Für den kürzlich verstorbenen Zahnarzt, Kreisrat und AfD-Mann im Landkreis Aichach-Friedberg wollte die AfD eine Todesanzeige in der Augsburger Allgemeinen schalten. Die Zeitung lehnt ab. Man nehme generell keine Anzeigen dieser Partei auf, das betreffe auch Nachrufe. Quelle: Achgut