John Lucas Dittrich. Das Zentrum für Politische Schönheit will den BSW Politiker attackieren, hat aber noch kein passendes Material und postet daher auf X: „Dafür, dass das BSW unser Land übermorgen an die AfD ausliefert, reden wir verdammt wenig über die Partei: Ihr wichtigste Akteur ist ein 22-jähriger John Lucas Dittrich. Der sitzt plötzlich am Hebel der Macht. Kennt ihn jemand? Hat jemand kompromittierende Infos? Bitte per Mail.“
ZEIT Redaktion. Polizei und Staatsanwaltschaft beschlagnahmen in der ZEIT-Redaktion in Hamburg alle Aufnahmen, die die Redakteurin Anne Kunze für ihren Podcast House of Block vertraulich mit der Familie der Opfer der Block-Entführung geführt hat. Quelle: ZEIT online

Julian Reichelt. Das ZDF lädt „Nius“-Chefredakteur Julian Reichelt als vorgesehenen Gast für die neue Late-Night-Show „Journal Deluxe“ von Florian Schroeder wieder aus. Nach einer schriftlichen Einladung am 23. September wurde er laut eigener Aussage drei Tage später sogar mündlich in die Premiere-Show der Nachfolgesendung von Jan Böhmermanns „ZDF Magazin Royale“ eingeladen. Anfang Oktober sagte man ihm plötzlich ab. Laut SZ sei Reichelt ausgeladen worden, nachdem die Zeitung das Konzept der Sendung, in der ausdrücklich auch linke und grüne Positionen kritisiert werden sollen, öffentlich gemacht hatte. Quelle: Junge Freiheit
Juna Liebrecht. Der Molino Verlag nimmt den ersten Roman der Autorin, „Wer ich bin, wenn du mich siehst“, wenige Wochen vor dem geplanten Veröffentlichungstermin aus dem Programm. Die 1998 geborene Liebrecht erzählt von der ukrainischen Zivilistin Lyusiya im russisch besetzten Cherson. Nach einer Explosion rettet sie ein maskierter russischer Soldat. Später entwickelt sich zwischen beiden eine Beziehung. Schon der Ankündigungstext machte deutlich, dass Liebe weder Gewalt noch Schuld auflöst. Gerade das moralisch Belastete dieser Nähe sollte den Stoff ausmachen. Eine Jury des Förderkreises der Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Baden-Württemberg hatte das Projekt nach Prüfung eines Exposés und einer Textprobe mit einem Arbeitsstipendium von 1.000 Euro gefördert. Der Roman sollte am 1. November erscheinen und wenige Tage später beim Bücherfestival in Baden-Baden vorgestellt werden. Nach der Ankündigung wurden Autorin und Verlag in sozialen Medien und per E-Mail angegriffen. Kritiker warfen dem Buch vor, die russische Besatzung zu romantisieren und ukrainisches Leid zu verharmlosen. Das ist als literarischer Einwand legitim. Nach Angaben des Molino Verlags kamen jedoch persönliche Beschimpfungen und Nachrichten bedrohlichen Charakters hinzu. Verleger Matthias Slunitschek vermutet eine organisierte Aktion. Belegt ist das bislang nicht. Liebrecht entschuldigte sich bei möglichen Verletzten und bat darum, die Veröffentlichung zu stoppen. Formal entschied die Autorin. Tatsächlich geschah dies unter massivem Druck. Quelle: Achgut
Wilko Möller. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwirft die Revision des Brandenburger AfD-Landtagsabgeordneten Wilko Möller gegen seine Verurteilung wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte Möller am 17. Februar zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 116 Euro, insgesamt 11.600 Euro, verurteilt. Hintergrund ist ein Wahlplakat aus dem Brandenburger Landtagswahlkampf 2024. Darauf sind zwei Eltern zu sehen, die mit ihren erhobenen Armen ein schützendes Dach über drei auf einem Sofa sitzenden Kindern bilden. Darüber steht der Slogan „Wir schützen Eure Kinder“. Das Landgericht wertete die Armhaltung des abgebildeten Mannes als eine dem Hitlergruß zum Verwechseln ähnliche Geste. Quelle: Apollo News
Simone Meyer-Götz ist stellvertretende Vorsitzende der Dresdner CDU und betreibt mit ihrer Schwester seit mehr als zwanzig Jahren den Imbiss „Curry & Co.“ in der Neustadt. Sie war bereit über die Brandmauer diskutieren. Das Ergebnis war eine Brandmauer vor ihrer Pommesbude. In der MDR-Sendung „Fakt ist!“ hatte Meyer-Götz dafür geworben, politische Anträge nach ihrem Inhalt zu beurteilen. Wenn die CDU einen guten Antrag stelle und die AfD zustimme, gehe es zunächst um die Sache. Über eine „Brandmauer“ müsse dann nicht gesprochen werden, so die CDU-Politikerin. Von einer Zusammenarbeit mit der AfD sprach sie nicht. Später bekräftigte sie ausdrücklich den Unvereinbarkeitsbeschluss ihrer Partei. Doch das half wenig. Im Internet wurde zum Boykott ihres Imbisses aufgerufen. Persönliche Daten der Politikerin wurden verbreitet, die Fassade des Lokals mit Farbe beschmiert. Anfang Oktober versperrten nach Angaben der Polizei rund 30 Menschen den Zugang zum Geschäft und verteilten Handzettel mit weiteren Boykottaufrufen. Quelle: Achgut
Anton Kronseder galt in Wambach als „Urgestein“ der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Der 28-Jährige packt überall mit an. Er engagierte sich bei Feuerwehr und Schützenverein und gehörte acht Jahre dem Pfarrgemeinderat an. Nun muss er die KLJB verlassen. Sein Vergehen ist wieder mal die Politik: Er sitzt für die AfD im Gemeinderat von Taufkirchen an der Vils. Kronseder ist nicht einmal Mitglied der Partei. Der Diözesanvorstand der KLJB München und Freising stellte ihn dennoch vor die Wahl, entweder das demokratisch errungene Mandat oder die Mitgliedschaft im katholischen Jugendverband. Kronseder entschied sich für den Gemeinderat. Quelle: Achgut
Harald Wellmann. Der Hamburger AfD-Politiker wird von der evangelischen Kirche für seine Politik außerhalb der Kirche gecancelt. Wellmann sitzt in der Bezirksversammlung Hamburg-Eimsbüttel und ist stellvertretender Vorsitzender der dortigen AfD-Fraktion. Nach seiner Schilderung im Kontrafunk sollte er gemeinsam mit anderen Musikern in einer Kirche auftreten. Nachdem seine politische Tätigkeit bekannt geworden war, erhielt er Hausverbot. Ein Fehlverhalten während einer Probe, eines Konzerts oder eines Gottesdienstes wird nicht genannt. Ausschlaggebend war allein seine Zugehörigkeit zur AfD.
Thomas Sosna darf in Kasseler Kirchen nicht mehr Orgel spielen. Der Kirchenmusiker sitzt für die AfD im Stadtparlament. Das genügte sowohl der katholischen und der evangelischen Kirche als Ausschlussgrund. Sosna spielte bisher in mehreren Gemeinden. Für katholische Kirchen in Harleshausen und Ahnatal arbeitete er freiberuflich auf Honorarbasis. Künftig wird er nicht mehr beauftragt. Das beschloss die katholische Dekanatskonferenz Kassel-Hofgeismar am 23. September einstimmig. AfD-Mandatsträger dürften weder haupt-, neben- noch ehrenamtlich für kirchliche Einrichtungen tätig sein. Quelle: Achgut
Vanessa Behrendt sitzt für die AfD im niedersächsischen Landtag und bekommt keinen Hund vom Tierschutzverein. Vor ihrer politischen Tätigkeit arbeitete sie nach eigenen Angaben als Hundetherapeutin und engagierte sich im Tierschutz. Mit ihrem Mann und zwei Kindern lebt sie auf einem großen Grundstück, zusammen mit zwei Hunden, zwei Katzen, Schildkröten, Hühnern und Schafen. Behrendt interessierte sich für eine junge English-Setter-Hündin. Der gemeinnützige Tierschutzverein Fortuna Animali lehnt ab. Begründung: „Sicherlich ist Ihnen bewusst, dass wir Auslandstierschutz machen“, schrieb die Ansprechpartnerin. „Aufgrund Ihrer politischen Zugehörigkeit sehen wir von einer Adoption eines ausländischen Hundes an Sie ab!“ Quelle: Achgut